Jan 09 2011

Indien

Abfahrt 9.30Uhr Mumbai KM-Stand 15.751

Ankunft 17.45 Uhr vor Kolhapur KM-Stand 16.083

Welch grauenhafte Nacht war das. Der Bus hatte sich mächtig aufgeheizt und Nachts wollte es einfach nicht kühler werden. Und die ganze Zeit surrten uns die Moskitos um die Ohren und haben uns gepiesakt.

Auf unserem Stellplatz sammelten sich mal wieder neugierige Inder. Wie praktisch, sie konnten uns bei der Abfahrt anschieben helfen.

Runter vom Parkplatz waren wir wieder auf dem MPEW. Der Highway ist super, führt aber in die Berge auf 600 Meter kurvenreiches Gebiet. Somit kamen wir nur schleppend voran. Ab und zu passierten wir einen Tunnel. Lebensgefährlich – dunkel, nur spärlich beleuchtet und natürlich keine Standspur oder einen Notausgang.

Tagsüber wurde es im Bus unerträglich warm – also machten wir eine Pause abseits des Highways.

Campingstühle auspacken, Fertigmasalanudeln kochen und die an der Tollstation gekauften Erdbeeren zubereiten.

Waren natürlich wieder nicht lange ungestört und bekamen mal wieder eine Widmung auf den Bus. Diesmal irgendwas von einer indischen Partei. Hoffentlich macht uns das keine Feinde…

Nach einer Stunde pausieren düsten wir weiter. Passierten einige Tollstations. Meistens wurden wir lachend begrüsst und durften ohne zu bezahlen weiterfahren.

Vor einer Station hatten wir einen Ochsenkarren mit Heu auf dem Anhänger in der Warteschlange. Ob dieser auch bezahlen musste? Ein Ambulanzwagen mit Blaulicht musste auch durchfahren und sich anstellen. Da möchte man wirklich nicht Patient sein.

Gegen Abend suchten wir uns einen schönen Stellplatz für die Nacht. Wollten diesmal etwas schöner Parken, die gestrige Nacht auf dem Truckerparkplatz war nicht der Knüller.

Wir fanden einen großen Parkplatz vor dem Ganesh-Tempel.

Angekommen und kaum ausgestiegen versammelten sich Massen von Schulkindern um uns herum. Deren Lehrer erklärte uns, sie kommen aus einem ganz kleinen Village in der Nähe und haben noch nie Fremde gesehen.

Dann gingen Seraina und ich die Stufen zum Tempel hinauf. Der Ganesh war riesig groß und schön anzusehen. Vor dem Tempel wurde ein Rasen gewässert. Es war so einladend, daß ich mich mit Kleidern unter den Wassersprenger stellte. War das schön und erfrischend! 🙂

Zurück im Bus gabs ein Sit-in bei Esperanza mit selbstgebastelten Cocktails. Dann liefen wir alle zum Vergnügungspark – der direkt neben dem Tempel war. Dort kauften wir uns für je 200 Rupien pro Person ein Nightticket – Buffet, Icecream, Disco, Wasserpark und Rajastan-Show.

Der erste Weg führte direkt zur Futterstelle. Es gab ein paar grosse Blechtöpfe und Schüsseln – dort konnte man sich den Teller mit Tali vollladen.

Dann gingen wir eine Station weiter und stellten uns für die Ice-Cream an.

Die Disco hat leider um 21 Uhr geschlossen, also verdauten wir unser Essen bei der Rajastan-Show.

Kusi wurde sofort auf die Bühne geschleift und musste zur Trommelmusik mit dem Tänzer die Hüften schwingen.

Thorben, Seraina und ich konnten nicht mehr vor lachen…

Anschliessend gingen wir noch kurz zu uns in den Bus, bevor wir alle relativ früh schlafen gingen.

Morgen ist der vorraussichtlich letzte Tag fahren – Agonda ist das Ziel!

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Jan 08 2011

Indien

Abfahrt 12 Uhr Daman KM-Stand 15.545
Ankunft 18.30 Uhr Mumbai KM-Stand 15.751

Heute sollte weitergehen. Zumindest für Lucy und Esperanza. Ursel, Udo, Nicole und Roland wollten noch ein wenig bleiben um Rolands Fieber restlos auszukurieren.
Wir kehrten also die Busse aus, räumten alles wieder ein, putzten die Scheiben…was man halt so macht wenn es weiter geht und einige Tage pausiert wurde.
Im Restaurant schlugen wir uns noch einmal die Bäuche voll mit Frühstück voll und füllten dort die Busse noch einmal mit Wasser auf. Kusi musste aber erst seinen Bus wieder aufbekommen – mal wieder den Schlüssel drin vergessen und die Tür zugeworfen… 🙂
Dann verabschiedeten wir uns alle von den Ludwigsburgern – sollten uns ja bald wieder in Agonda treffen.
13:30 fuhren wir endlich wieder auf dem Highway – auf dem Weg dorthin wurden wir von einer Lucy-Panne und von einer Bahnschranke aufgehalten.
Der Plan war, auf den Highway kurz vor Mumbai zu verlassen, um im Landesinneren weiter nach Goa zu fahren.
Leider verpennten wir die Abfahrt und waren auf einmal mitten im Chaos und bald auch im Zentrum von Mumbai.
Dachte, Delhi ist gross – aber Mumbai hat es übertroffen.
Hochhäuser wo hin man blickt, und direkt neben den neuen Wolkenkratzen reihten sich die Zelt-Slums. Ohne Worte…
Sonst ist Mumbai recht grün und verbreitet trotz dem Verkehrschaos eine freudige Atmospäre. Wir verliessen die Autobahn und versuchten auf den Mumbai-Pune-Expressway zu gelangen.
Keine 200 Meter von der Autobahn entfernt, waren wir auf einmal im Dschungel gelandet. Sozusagen Mumbai´s grüne Lunge. Unglaublich gross ist dieses Areal und inmitten der grünen Pracht schoss gelegentlich ein Luxushotel in den Himmel empor.
Irgendwann hatten wir keinen Nerv mehr, noch weiter zu suchen. Also engagierten wir einen TukTuk-Fahrer, der uns zum MPEW lotste.
Glücklich erreichten wir diesen und sahen den ersten Wegweiser nach Goa!
Bis zur Dämmerung rasten wir den Expressway entlang und hielten dann auf einem Truckerparkplatz an. Das MC Donalds Schild war einfach zu verlockend.
Wir aßen dort zu Abend und gingen in die nahe gelegene Truckerkneipe um ein Bier zu trinken.
Dann ging jeder zu Bett und versuchte zu schlafen…hatten eine übelste Hitze im Bus, einen Moskitoschwarm und der Expressway-Lärm ergänzte es zur schlaflosen Nacht.

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Jan 07 2011

Indien

Abfahrt – Uhr Daman KM-Stand 15.545
Ankunft – Uhr Daman KM-Stand 15.545

Beim Frühstück im Restaurant beschlossen wir heute morgen, doch noch einen Tag zu bleiben.
Heute nahm ich mir den schon lange geplanten Strandspaziergang vor. Ich entdeckte jede Menge Tiere – die entweder schon tot oder gerade am verenden waren: Eine Wasserschlange, eine Hunde-Wasserleiche,…
Der Strand führte erst viele hundert Meter geradeaus. Dann führte er rechts in den Dschungel hinein, geradeaus wurde er von einem Flussarm durchschnitten.
Dort standen die ganzen Boote und die Fischer standen im Wasser und fischten mit ihren riesigen Netzen.
Zurück an unserem Strand gesellte ich mich zu Nicole. Sie jonglierte gerade mit den Keulen. Ich nahm mir die Bälle und jonglierte bzw. versuchte es.
Währenddessen gingen Thorben und Kusi mit dem Schlauchboot aufs Meer hinaus zum fischen. In weiser Vorausahnung kaufte ich mit Nicole bei den Fischern 8 Fische. Das erste Mal hatte ich nun 8 noch lebende Fische in einer Plastiktüte. Ich wollte sie aber so nicht verenden lassen, deswegen holte ich aus dem Bus einen Eimer mit Wasser.
Udo wies mich zum Glück noch darauf hin, doch Salzwasser zu nehmen… 🙂
Also Eimer zum Meer, Meerwasser rein und die Fische hinterher.
Gegen Abend holten die Männer Holz, hackten es klein und schürten an. Thorben, Kusi und ich kümmerten uns um die Fischzubereitung.
Mit dem Messer auf den Fischkopf klopfen bis er nicht mehr zappelt. Dann vom „Arsch“ bis zum Hals aufschlitzen und mit dem Finger die Innerein herauspopeln und die Schuppen abkratzen.
Udo und Ursel schickten wir derweil zum Restaurant, um Nan und Raita zu kaufen.
1,5 Stunden später waren sie wieder zurück und wir konnten endlich grillen.
Spät am Abend kamen einige indische Jugendliche und wärmten sich an unserem restlichen Feuer.
Die laute Unterhaltung und die Musik der parkenden Autos ging uns jedoch bald auf den Keks und wir verzogen uns alle in den Bus.

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Jan 06 2011

Indien

Abfahrt – Uhr Daman KM-Stand 15.545
Ankunft – Uhr Daman KM-Stand 15.545

Die Gastfreundschaft der Inder ist unglaublich. Heute morgen bekamen wir eine neue Strasse vor die Nase gebaut. Ein bisschen mehr Rücksicht wäre aber noch liebenswürdiger gewesen. Schliesslich wird man nicht gerne von lärmenden Maschinen geweckt.

Unser Streifenhörnchen von gestern Abend wurde natürlich im Asphalt vergraben…

Das heutige Frühstück war ausnahmsweise mal selbstgemacht. Gebratener Toast und Nan, Sunny-Side-Up-Eggs und frische Ananas.

Gegen Mittag wurde unsere kleine Gemeinde vergrössert: Lucy ist gekommen. Natürlich direkt auf der neuen Strasse. Leider haben wir vergessen, ihnen Bescheid zu geben. Somit war der frische Teer ruckzuck mit der Fahrspur markiert.

Ab heute also: 4 Cars, 8 People! 🙂 Langsam bekommen die Cops bestimmt Angst daß noch mehr Busse kommen!

Zusammen mit Markus und Seraina gingen wir erstmal ins Restaurant, von dort aus konnte man noch wunderbar die Strassenarbeiten beobachten. Unterhalten war allerdings die erste Zeit nicht möglich.

Nach dem Essen gesellten sich ein paar angetrunkene Inder zu uns. (Daman ist der kleine Staat, inmitten von Gurajat, wo Alkohol erlaubt ist. Deswegen finden sich in dem Ort, und vor allem an unserem Strand immer wieder Inder ein zum feiern)

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, später gesellten sich noch die betrunken Inder vom Restaurant zu uns. Leider waren sie überhaupt nicht mehr zu verstehen…

Das  Highligt des heutigen Tages war bitter nötig. Zu acht mieteten wir uns ein Hotelzimmer vom Chinese Town für 600 RS um zu duschen! Einfach unbeschreiblich, sich wieder frisch und sauber zu fühlen! 🙂

Am Abend kehrten wir alle wieder zum Restaurant zurück und ließen uns alle möglichen Leckereien auftischen.

Danach wurde zum 1-monatigen von uns allen die Prozedur vom Kennenlernabend wiederholt: Schnaps-Uno – bzw. Schaps-Udo! 🙂

Nur diesmal gab es keinen Milch-Gin und Udo hat alleine seinen Bus wiedergefunden…

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Jan 05 2011

Indien

Abfahrt – Uhr Daman KM-Stand 15.545
Ankunft – Uhr Daman KM-Stand 15.545

Der heutige Tag startete wie die vergangenen. Aufstehen, Kaffe machen und mit der Morgenzigarette direkt am Strand genießen. Die ersten Laute, welche wir vernahmen, war Udo, der in der Hängematte lümmelnd auf seiner Gitarre zupfte. Nach einem ausgiebigen Frühstück im „Chinese Town“ schnappten wir uns mit Ursel und Udo ein Tuktuk um in die 7km entfernte Ortschaft Daman zu kommen. Dort ging ich mit Michi ersteinmal in ein Internet-Cafe; Ursel und Udo machten sich auf die Suche nach einem Supermarkt. Nachdem wir einige Tage Blog aktualisiert und die Nachrichten auf spiegel.de gecheckt hatten, machten auch wir uns auf den Weg, einen Supermarkt zu finden. Jedoch fanden wir nur kleine Läden, also besorgten wir Eier, Getränke und Toast an verschiedenen Stellen.

Ein „Honda PowerGen“ war leider auch hier nicht zu finden. Anschließend machte ich mich auf den Weg zurück, um eine Flasche Smirnov-Wodka (umgerechnet unter 5 €) zu besorgen.

Wieder zurück bei den Bussen, präsentierte Udo seine Ausbeute: Eine echte Sahnetorte!

Also wurde nach einigen Minuten zu Kaffee & Kuchen gerufen 🙂

Gerade, als wir fertig waren, kam ein junger Inder mit seinem Motorrad und wollte unbedingt, dass wir einige Runden mit seiner Maschine drehen. Udo zögerte nicht lange und brauste mit dem Inder als Sozi davon. Haben ja schon einige Erfahrung mit den Indern, aber daß einer vorbeikommt und uns sein Bike zu Verfügung stellt, war für uns fast unglaublich.

Die Polizei gesellte sich wieder mal zu uns, diesmal fragten sie, ob uns die Einheimischen stören!? Er meinte, an diesem Platz sind heute Nacht nur 3 Cars und 6 People!

Auf dem Weg zum Dinner entdeckten wir ein weiteres Opfer des indischen Verkehrs: Ein Streifenhörnchen, dessen Kopf sich unzertrennlich mit dem Asphalt verbunden hatte (die Geschichte hat morgen noch eine Fortsetzung …).

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Jan 04 2011

Indien

Abfahrt – Uhr Daman KM-Stand 15.545
Ankunft – Uhr Daman KM-Stand 15.545

Welch idyllische Ruhe hatten wir die vergangene Nacht. Keine Autos – nur das Rauschen des Meeres.
Thorben kroch wie immer als erstes aus dem Bus und hatte gleich eine Passkontrolle an der Backe.
Nachdem wir uns ausgewiesen hatten, verwies er uns, doch vor dem Restaurant 200 Meter weiter zu parken. Dort sei es sicherer. Alles klar, dort liefern sich die wilden Hunde Abends die Revierkämpfe!
Als ich kurz darauf den Bus verließ, musste ich  erst mal das Meer suchen. Die Gezeiten sind an dieser Stelle sehr ausgeprägt und das Meer hatte sich um die 600 Meter nach hinten verzogen.
Das Frühstück genossen wir in aller Ruhe in dem Restaurant – Fried Eggs, Cheese Omlet (sehr lecker) und Toast Butter Jam (Indien hat Unmengen an leckerem Obst – aber die Marmelade ist stets nur eine pinke, süsse Masse…ausser süss recht geschmacklos)
Die nächsten paar Stunden verbrachten wir mit faulenzen, unterhalten und rumwuseln. Ich wusch mal wieder Wäsche…war bitter nötig.
Anschliessend kam das Highlight des Tages: Thorben, Udo und ich wagten unseren ersten Parasailing-Flug.
Als erstes war Thorben an der Reihe. In die Gurte schlüpfen, Schirm am Gurt befestigen, Seil zum Jeep in Spannung bringen und einfach loslaufen.
Etwa 10 Minuten später war Thorben wieder da und konnte mir von seinem Flug berichten. Da er schwärmte, traute ich mich auch. Ich flog allerdings beim Anleinen an den Schirm schon paar Meter nach Hinten. Hab mir in den 3 Monaten 4 Kilo angefuttert, hat aber nicht gereicht.
Dann ging ich auch in die Luft – diesmal in die richtige Richtung.
Die Aussicht war grandios. Meer, endlos langer Strand und dahinter nur Dschungel. Durch die Baumwipfel konnte man sogar unsere Busse erspähen.
Nachdem es mich mal kurz fast in die Bäume abgetrieben hätte, landete ich ganz sanft wieder auf dem Boden und fuhr mit dem Jeep in rasender Geschwindigkeit zum Startplatz zurück.
Dann kam Udo dran – ihm hat es so gut gefallen, daß er just danach noch einmal in die Lüfte stieg – diesmal mit einer Videokamera.
Am Abend machten die Männer Feuer – so wie es sich gehört – und wir saßen gemütlich drum herum.
Kurz darauf kam unser Polizist vom Morgen zurück. Wir dachten schon, er wollte uns umsiedeln. Diesmal sagte er nur: very peaceful place! OK! 🙂 Wären aber sowieso hier geblieben. Er gab uns noch den Tip, Kartoffeln ins Feuer zu legen – das taten wir auch! Holten noch Bacardi Breezer, Bier, Nan und Raita vom Restaurant und liessen es uns gut gehen.

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Jan 03 2011

Indien

Abfahrt 11:30 Uhr Chikhli KM-Stand 15.498
Ankunft 13:30 Uhr Daman KM-Stand 15.545

Den morgen liessen wir alle gemütlich angehen. Erstmal rumsitzen, frühstücken und unterhalten. Gegen Mittag kam eine Gruppe junger Inder auf uns zu. Nach etwas Small-Talk erfuhren wir, dass sie auch nach Daman an den Strand wollten. Also hatten wir ein Auto, welches uns direkt zum Strand führen würde. Für die knapp 50 km brauchten wir, trotz Autobahn, jedoch 2 Stunden. Wir wurden ständig von Baustellen und Umleitungen ausgebremst. Wir verließen den Highway bei Vapi, die Straße wurde enger und Palmen tauchten auf. Nach weiteren 10 km durch kleine Ortschaften waren wir seit über 1 1/2 Monaten endlich wieder am Meer. Erst einmal am Strand mit einem kalten Kingfisher entspannen. Nachdem wir das halbe Bier in Plastiktüten getrunken hatten, bemerkten wir, dass hier Alkohol trinken kein Problem mehr ist. Michi bestellte sich eine frische Kokosnuss und wir saßen bis zum Sonnenuntergang und genossen das Leben.
Der Hunger trieb und dann in ein etwa 200 Meter entferntes Restaurant. Dies war das erste Restaurant, welches erst die Getränke brachte und später das komplette Essen zusammen. Bis jetzt war es in Indien unmöglich zusammen zu essen. Wenn ich schon fertig gegessen hatte, kam Michi’s Essen (oder anders herum). Die Getränke kamen eigentlich immer erst nach dem Essen. Zudem hatte die Karte über 10 verschiedene Biere, von chinesischer über indische, bis hin zur „Continental“ Küche.
Unser Abendprogramm war, die kämpfenden Hunderudel zu beobachten. Etwa 15 Hunde wollten einem Hund den Platz vor dem Hotel streitig machen. Entsprechend zerbissen sah dieser auch aus, nachdem sich 5 Hunde auf ihn gestürzt hatten. Für den Weg zurück zu den Bussen besorgten wir uns alle sicherheitshalber noch große Stöcke 🙂

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Jan 02 2011

Indien

Abfahrt 8.30 Uhr Ahmadabad KM-Stand 15.185
Ankunft 16 Uhr Chikhli KM-Stand 15.498

Zackzack – auch heute hatten wir es eilig. Noch viele Kilometer nach Goa.
Schnell einen Kaffee getrunken und schon waren wir auf der Autobahn.
NE1 – A Dream Track – One Big Joy Ride; solche Beschreibungen sahen wir oft am Strassenrand dieses tollen Highways!
Ein anderes Schild kündigte eine Rest-Area an. Da ich noch keinen Cai hatte, wollte ich dies schnellstens nachholen.
Wir verließen die Rennstrecke und hielten auf dem Parkplatz. Thorben meinte beim aussteigen: Schau mal, zwei deutsche Autos. Beim zweiten hinsehen fiel uns dann auf, das sind doch Udo, Ursel, Nicole und Roland!
Udo und Ursel brauchten auch paar Sekunden, bis sie kapierten, wer gerade vor ihrem Bus steht
Wir begrüssten uns überschwenglich, setzen uns mitten auf den Parkplatz um Tee und Kaffee zu trinken, und hatten einiges zu erzählen – seit Amritsar, fast ein Monat zuvor – haben wir uns getrennt.
Gelegentlich kamen indische Familien vorbei, die uns neugierig ausfragten und Fotos machen wollten. Ein älterer Mann kam vorbei und legte uns Blumen vor die Füsse.
Da wir alle den gleichen Weg vor uns hatten, fuhren wir in 3-er Kolonne zusammen weiter Richtung Mumbai.
Einmal ging Esperanza auf der Autobahn aus, als wir einen Straßenabsperrung umfahren mussten. Zum Glück war Udo hinter uns und konnte schieben! 🙂
Gegen 15 Uhr überfiel uns alle der Hunger und wir hielten an einem Fast-Food-Restaurant. Dort schlugen wir uns die Bäuche voll – mit Pizza und Nudeln. Lieber wär mir Tali gewesen. Langsam finde ich Geschmack an der indischen Küche.
Der Nachtisch war ein indisches Jogurtgericht. Leider war das Innenleben des Ganzen mit Sprossen und komischer Kräutersosse – gar nicht mein Geschmack.
Den restlichen Tag bzw. Abend verbrachten Udo, Ursel, Thorben und Ich zwischen unseren Bussen und tranken Alkohol. Verbotenerweise – Gujarat ist ein trockener Staat. Nicole und Roland verzogen sich schnell in ihren Bus, da beide gesundheitlich angeschlagen waren.
Wir wurden wieder des öfteren Besucht von neugierigen Indern. Eine Familie lud uns für den nächsten Morgen zum Essen ein.  Ein anderer empfahl uns einen guten Strand in der Nähe – better than Goa! Na mal sehen!
Thorben kippte ihm etwas Wodka in seine Fanta, da seine Frau es nicht wissen durfte. Blöderweise liess er sie davon trinken, und streitend verliessen sie den Parkplatz.
Gegen 0 Uhr kroch jeder in den Bus.

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Jan 01 2011

Indien

Abfahrt 10 Uhr Udaipur KM-Stand 14.930
Ankunft 17.30 Uhr Ahmadabad KM-Stand 15.185

Thorben machte ganz schön Stress heute morgen. Durfte gnädigerweise noch fix das Frühstück im Hotel ausnutzen.
Da wir kurz vor Udaipur waren, hatten wir nur eine kurze Strecke zu fahren. Stellten Esperanza an einem Park in der Stadt ab und fuhren die letzten Meter zum Piccola-See mit dem TukTuk.
Dort kauften wir Tickets für den City Palace und eine Bootsfahrt auf dem See um den Lake Palace herum.
Der Lake Palace – ein Hotelpalast ganz in weiß – liegt wunderschön im See – als ob er schwimmt.
Im Boot mussten wir natürlich Schwimmwesten tragen – weigerte mich anfangs, aber wollte auch keine Diskussion anzetteln.
Wir fuhren an den Ghats vorbei und an einer Bogenbrücke – ganz wie in Venedig, machten eine Runde um den Palast und hielten anschließend wieder an der Anlegestelle.
Am Fuße des City Palace fanden wir ein Restaurant mit schönem Garten, dort hatte Thorben Frühstück und ich Mittagessen. Die Sonne knallte herunter, es war fast unerträglich heiß. Seit Pushkar hatten wir einen ganz grossen Temperatursprung hinter uns. Tagsüber wird es fast zu heiß im Bus beim fahren, Nachts brauchen wir keine Heizung mehr.
Zurück bei Esperanza steuerten wir auf die NH8 – tolle Strasse, wenig Verkehr, nur leider in Schlängellinen durch die Berge.
Gegen Nachmittag hielten wir, um nach Lebensmitteln Ausschau zu halten. Ausser Chips und Getränken gab´s leider nichts – bemerkten jedoch, daß unserer hinterer Reifen kurz davor ist, den Geist aufzugeben.
Also den Ersatzreifen aufspannen und weiter ging die Fahrt. (Hilfsbereit und liebenswürdig wie die Inder sind, hielt ein Auto beim Reifen wechseln und fragte, ob wir Hilfe bräuchten)
Kurz vor der Dämmerung hielten wir an einer Tankstelle. Dort gab es auch ein Restaurant. Also ein guter Platz zum bleiben.
Im Restaurant selber bekamen wir leider nichts zu essen, obwohl die Küche voller Lebensmittel war. Tranken einen Tee; das Abendessen kochte ich im Bus: Nudeln mit Tomaten-Auberginen-Soße (Das restliche Gemüse von unserem Geschenk der Bauern an Weihnachten)

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Dez 31 2010

Indien

Abfahrt 11 Uhr Pushkar KM-Stand 14.672
Ankunft 17.30 Uhr Udaipur KM-Stand 14.930

10 Uhr standen wir auf und brachten den ersten Schwung an Klamotten und Souvenirs in den Bus. So wie es aussah, sollte die Fahrt also weitergehen. Ganz sicher waren wir uns aber noch nicht.
Anschließend folgte der obligatorische Gang auf unsere Terrasse zum frühstücken.
Thorben spielte wieder Schach, ich erkundete mit Kusi und Seraina die indische Landkarte.
Gegen Mittag checkten wir aus, und nun folgte der Abschied von der Lucy-Crew.
Das erste Mal seit einem Monat waren wir nun alleine unterwegs. Zwar war wenigstens wieder Musik an Bord, aber Lucy fehlte im Rückspiegel.
Die ersten Kilometer zogen sich in Richtung Udaipur. Es gab eine Schnellstrasse, aber durch den Verkehr und die Kurven durch die Berge war richtiges schnelles Vorankommen nicht so ganz drin.
Bei Einbruch der Dunkelheit hielten wir an einem Hotel. Es wären noch 10 Kilometer nach Udaipur.
Unser Hotel lag schön in den Bergen, sah aus wie ein kleiner Palast, hatte sogar einen gefüllten Pool – und zu unserer Überraschung fand an diesem Abend eine Silvesterparty statt.
Ein Gala-Dinner mit DJ, Tanzfläche und Lasershow. 🙂
Zuvor gönnten wir uns aber auf dem Zimmer die erste Badewanne seit Rumänien.
Wer schon in Indien war, kann sich vorstellen, was für ein Kampf es war, diese zu füllen.
Zuerst brachten wir kaum den Boiler zu laufen. Als dieser seine Bereitschaft anzeigte, kam zwar warmes Wasser aus dem Waschbecken, aber nicht aus dem Einlauf in die Wanne. Später fanden wir heraus, das der Hebel für den Einlauf einfach verkehrt war – warm ist kalt – kalt ist warm. Also hatten wir das auch erledigt. Eine ganze Weile kam es dann warm, jedoch dauerte es ewig ein Vollbad hinzubekommen. Somit schöpfte ich mit kleinen Becherchen das Wasser vom Waschbecken in die Wanne. Inzwischen war das komplette Badezimmer unter Wasser. Das lag aber nicht an mir, sondern sind wohl beim Benutzen von irgendwelchen sanitären Anlagen im Bad alle anderen überfordert und laufen über.
Letztendlich hatte ich es aber geschafft: ich war des Schöpfens Müde und hab den Abflussschlauch vom Waschbecken einfach in die Badewanne gesteckt und den Hahn laufen lassen.
Wie schön war das mal wieder im warmen Wasser zu liegen, statt unter der Dusche einen Wasserstrahl zu erhaschen oder nur mit Eimer und Schöpfer bewaffnet sich zu waschen.

Dann gingen wir zur Party. Auf der Wiese, um den Pool aufgebaut, standen geschmückte Stühle um Tische herum, kleine Feuerstellen verbreiteten etwas Wärme. Das Buffet war aufgebaut – jedoch gab es keine Selbstbedienung, sondern die unzähligen Kellner brachten uns jedes Stück Fisch oder Chicken häppchenweise. Der DJ legte bereits auf; und bald verstanden wir sein Vorgehen: Jedes Stück lief etwa 30 Sekunden und wechselte dann abrupt mit den schrecklichsten Übergängen. Thorben vermutet, er hab bei iTunes die Hörproben aufgenommen. So wechselte im Eiltempo indische Musik, europäischer Dancefloor, amerikanischer HipHop… Die Inder fanden es super – für unsere verwöhnten Ohren war es jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Auf der 5×5 Meter grossen Tanzfläche feierten ca. 30 Inder und hatten einen Riesenspaß. Wir auch – keiner kam auf die Idee, die Tanzfläche einfach zu verbreitern und am Pool zu tanzen. Tanzfläche ist halt einfach Tanzfläche.

Ein älterer Inder mit Turban gesellte sich zum DJ und fing an die Menge mit dem Mikrofon anzufeuern.

Das Feuerwerk liessen wir aus, da uns einfach zu kalt wurde.

Erfroren schauten wir einen Film im Bett und wurden durch die Knallerei an den Jahreswechsel erinnert.
Ich denke mal, indisches Feuerwerk = very dangerous!
Lieber aus weiter Entfernung genießen!

Happy New Year an alle!
Btw.: Das indische Jahr beginnt im April – aber der Westen hat schon sehr weit eingegriffen.

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