Jan 12 2011

Indien

Abfahrt – Uhr Agonda Beach KM-Stand 16.083
Ankunft – Uhr Agonda Beach KM-Stand 16.402

So, den Tagesablauf von Agonda haben wir schon verinnerlicht.
Punkt 6.30 Uhr wecken uns die Krähen auf. Also raus aus dem Bus, sich ärgern, eine Zigarette rauchen und dann entschliessen, noch einmal ins Bett zu krabbeln.
Ca. 7.15 Uhr weckt uns die Kuhherde. Diese macht morgens immer die Runde bei allen Autos auf der Suche nach Essbarem. Alles was Kuh schmeckt wird vernichtet. Und Kühe essen wirklich alles! Kein Karton oder Mülleimer ist vor ihnen sicher.
Also wieder aufstehen, Kühe verjagen und den restlichen Müll wieder aufsammeln.
Anschliessend wieder in den Bus zum weiterschlummern.
Gegen 9 Uhr muss dann aufgestanden werden, da der Bäcker vorbeikommt. Ein kleiner, älterer Inder spaziert dann an jedem Bus vorbei mit seinen Stoffbeuteln. Er verkauft Schoko-, Apfel- und Veggietaschen, Kuchen und Brötchen.
Und alles zu einem unverschämt günstigen Preis.
Kurz darauf fährt der Getränkelaster auf den Platz. Die Auswahl ist übersichtlich: Wasser und Bier. Die Jungs haben ihn auch schon umgetauft in „den Bierlaster“.
Dann wird in den gemütlichen Teil übergegangen. Hängematte, Kaffee trinken, mit den Nachbarn plaudern und lesen.
Ab und zu mal zum abkühlen ins Meer springen – und das wars. Agonda saugt einen fest und man wird richtig faul.
Das einzige unangenehme, was uns noch bevorstand, war das Thema Verschiffung. Aber hier auf dem Platz geht das Fix. 3 Autos weiter parkten Mike und Tanja aus Österrreich – und sie verschiffen in ein paar Tagen von Mumbai nach Hamburg. Ich liess mir die Formulare und Kontaktdaten geben und fragte Mike nach der Vorgehensweise aus. Richtig easy – und zu einem fairen Preis.
Habe vor der Abreise einige Speditionen angerufen um Informationen zu bekommen. Aber da ich keine gewerbliche Verschiffung vornehmen wollte, hatte ich keinen Erfolg. Nach unzähligen Telefonaten bekam ich ein Angebot aus Hamburg: ca. 5.000 Euro für einen HC-Container! Da wir relativ hoch sind, kommt ein kleiner Container nicht in Frage! Ich liess das ganze dann sein, und wir wollten dann in Mumbai vor Ort am Hafen nach den Preisen fragen.
Aber durch Mike war es echt perfekt.
Wir füllen die Formulare aus und schicken diese mit Pass und Carnet nach Mumbai. Dann können wir kommen wann wir wollen, stellen dort Esperanza ab, lassen sie unbegrenzt dort stehen – bis Lucy nachkommt. Markus packt dann beide Busse in den Container, und dann kann die Reise losgehen. Der ganze Spass kostet komplett ca. 3.000 Euro – also für jeden von uns 1.500 Euro! 🙂
Während ich die Verschiffung abklärte, war Thorben auch fleissig: Der hässliche Bart wurde abrasiert. Nur der Schnauzer und der Ziegenbart blieb stehen. Endlich wieder ein relativ plüschfreies Gesicht.
Nach dem Papierkram spazierten wir ins Dorf und liehen uns ein Motorrad aus. Ebenfalls ganz easy: aussuchen, Sprit beim TukTuk-Fahrer kaufen und los gehts. Kein Führerschein, keine Papiere, und auch kein Helm….
Wir tuckerten zurück zu unserem Platz und übten eine Weile fahren. Schliesslich ist noch keiner von uns auf einem Motorrad gesessen. Wäre ich nicht so ein kraftloser Zwerg, hätte ich mir auch eine ausgeliehen…Somit übe ich nur ein bisschen hin und herfahren und bin ansonsten nur Beifahrer!
Zurück im Dort erledigten wir gleich ein paar Einkäufe: Bücher, Hängematte, Lebensmittel…
Thorben liess sich dort auch gleich die Haare schneiden: Einen Irokesen! Langsam wird es kompliziert um sich an die Veränderungen zu gewöhnen!
Ansonsten passierte nicht mehr viel. Wieder faulenzen, baden, Abendessen im Arabian Night, Kartenspielen…

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